Fachwort-Lexikon - Erläuterungen zu Fachbegriffen

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Begriffe mit A

» amnesie
Amnesie
Die Amnesie ist eine meist vorübergehende Störung des Gedächtnisses für die zeitliche Orientierung oder die inhaltliche Erinnerung. Die Amnesie ist ein Symptom, das bei einer Vielzahl auslösender Störungen oder Faktoren auftreten kann.
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» antiepileptika
Antiepileptika
Ein Antikonvulsivum (v. griech. ???? »gegen« und lat. convulsio »Krampfanfall« vgl. Konvulsion; Plural Antikonvulsiva) ist ein Arzneimittel, das zur Behandlung oder Verhinderung von epileptischen Krampfanfällen eingesetzt wird. Synonym wird daher auch der Name Antiepileptikum (Plural Antiepileptika) verwendet.
Alle derzeit auf dem Markt befindlichen Antikonvulsiva unterdrücken epileptische Anfälle; sie heilen das Krampfleiden jedoch nicht. Da Erregungen im Zentralnervensystem als Ursache von Konvulsionen angesehen werden, greifen Antikonvulsiva über eine Hemmung der Erregbarkeit von Neuronen oder über eine Hemmung der Erregungsweiterleitung im Zentralnervensystem ein.Liste einiger Antikonvulsiva: siehe Wikipedia


Quelle: Wikipedia mehr lesen
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» antikörper
Antikörper
Antikörper (Immunglobuline, im internationalen Sprachgebrauch auch Immunoglobulin, veraltet Gammaglobulin) sind Proteine (Eiweiße) aus der Klasse der Globuline, die in Wirbeltieren als Reaktion auf bestimmte Stoffe, so genannte Antigene, gebildet werden. Antikörper stehen im Dienste des Immunsystems. Antikörper werden von einer Klasse von weißen Blutzellen (Leukozyten) produziert. Als Antigene wirken fast ausschließlich Makromoleküle oder an Partikel gebundene Moleküle, zum Beispiel Lipopolysaccharide an der Oberfläche von Bakterien. Ein bestimmtes Antigen induziert in der Regel die Bildung nur weniger, ganz bestimmter, dazu passender Antikörper, die über spezifische, nicht-kovalente Bindung zumeist nur diesen Fremdstoff erkennen (dass auch verwandte Ziele erkannt werden können, macht man sich z. B. bei der Pockenschutzimpfung zunutze: Die vom Körper gegen die harmlosen Kuhpocken gebildeten Antikörper erkennen auch für Menschen pathogene Pockenviren). Die spezifische Bindung von Antikörpern an die Antigene bildet einen wesentlichen Teil der Abwehr gegen die eingedrungenen Fremdstoffe. Bei Krankheitserregern (Pathogenen) als Fremdstoffe kann die Bildung und Bindung von Antikörpern zur Immunität führen. Antikörper sind also zentrale Bestandteile des Immunsystems höherer Wirbeltiere. Man bezeichnet Antikörper auch als Immunglobuline (Ig).

Quelle: Wikipedia: mehr lesen
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» antikörpertest
Antikörpertest
Mittels einer Lumbalpunktion wird eine geringe Menge Liquor entnommen und im Labor auf das Vorhandensein bestimmter Antikörper untersucht. Es gibt unterschiedliche Testverfahren, wie z.B die indirekte Immunfluoreszenz.
Auch das Blutserum kann auf Antikörper getestet werden, jedoch ist bei Autoimmunerkrankungen, die Autoantikörper gegen Strukturen im Gehirn bilden, der Liquorwert aussagekräftiger.
Als Testergebnis werden meist Titer ermittelt.
Es gibt in Deutschland mehrere Einrichtungen, die solche speziellen Tests durchführen, z.B. Euroimmun in Lübeck oder das Institut für Klinische Chemie Universitätsklinikum Köln (AöR)-Zentrum für PalliativmedizinUniversitätsklinikum Köln (AöR) Direktor: Prof.Dr. R. Voltz
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» aphasie
Aphasie
Störung von Sprachproduktion und/oder Sprachverständnis bei erhaltener Funktion der zum Sprechen benötigten Muskulatur

Formen der Aphasien:
Amnestische Aphasie
Wortfindungsstörung, Worte werden umschrieben

Globale Aphasie
schwere Störung des Sprachverständnisses und der Sprachproduktion; es werden z.B. nur noch einzelne Silben hervorgebracht

BROCA-Aphasie (Motorische Aphasie)
Sprachhemmung, -> Agrammatismus mit Telegrammstil, Wortfindungsstörungen und Fehlbenennungen

WERNICKE-Aphasie (Sensorische Aphasie)
Verschränkungen von Sätzen und Satzteilen, in schweren Fällen verstärkter Rededrang, entstellte Sprache u.U. bis hin zu einer Art „Privatsprache“ (-> Jargon-Aphasie)
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» apraxie
Apraxie
Störung von Handlungs- und Bewegungsabläufen und Unfähigkeit, sinnvolle und zweckentsprechende Bewegungen auszuführen trotz voll erhaltener Funktionstüchtigkeit von Nerven und Muskeln des Bewegungsapparates

Formen der Apraxien:
Ideomotorische Apraxie
Unfähigkeit, nach Aufforderung Gesten oder zweckgebundene Bewegungen auszuführen

Ideatorische Apraxie
Unfähigkeit, durch den Gebrauch von Gegenständen in logisch aufeinanderfolgenden Handlungsschritten ein bestimmtes Ziel zu erreichen

Gliedkinetische Apraxie
Unfähigkeit, bei erhaltenem gedanklichen Handlungsentwurf und intakter Motorik geeignete Muskelgruppen für präzise, geschickte Bewegungen zu innervieren obwohl Handlungskonzept und motorisches Erinnerungsbild erhalten sind
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» autoantikörper
Autoantikörper
Autoantikörper (Abkürzung: AAk) sind Antikörper, die ein körpereigenes Antigen binden. Autoantikörper sind ein charakteristisches Merkmal von Autoimmunerkrankungen, sind aber beispielsweise auch nachweisbar bei Krebs oder bei Krankheiten, die mit einem chronischen Verlust an Körperzellen verbunden sind. Sie können dabei entweder an der Entstehung der Erkrankung ursächlich beteiligt sein, den Verlauf beeinflussen oder aber nur als Begleitphänomen ohne Relevanz für das klinische Bild auftreten. Für eine Reihe von Autoimmunerkrankungen ist die Rolle der identifizierten Autoantikörper umstritten oder noch nicht vollständig geklärt. Autoantikörper sind vor allem für diagnostische Zwecke von Interesse. Zum einen ermöglichen sie die Absicherung einer Verdachtsdiagnose bei unspezifischen Symptomen. Darüber hinaus kann ihr Nachweis auch zur Unterstützung bei der Differentialdiagnose zwischen verschiedenen Formen einer Erkrankung genutzt werden, wie beispielsweise bei der Unterscheidung zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Bei einigen Erkrankungen sind Autoantikörper ein wichtiger diagnostischer Parameter zur Verlaufskontrolle. Auch eine prädiktive Diagnostik, basierend auf dem Nachweis spezifischer Autoantikörper noch vor dem Auftreten von klinischen Symptomen, ist bei einigen Erkrankungen möglich. Einige Autoantikörper treten allerdings bei verschiedenen Erkrankungen auf, so dass für eine spezifische Diagnose in diesem Fall weitere Parameter notwendig sind

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» autonome instabilität
Autonome Instabilität
Im Verlauf einer Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis kann es zu einer autonomen Instabilität kommen, sie zeigt sich durch eine Störung des vegetativen (autonomen) Nervensystems, das für die Regulierung und Aufrechterhaltung lebenswichtiger Körperfunktionen sorgt.
Betroffen sind oft Herzfrequenz (meist erhöht), Blutdruck (schwankend), Körpertemperatur (erhöht) und Atmung (verlangsamt, gelegentlich bis hin zur Notwendigkeit künstlicher Beatmung).
Diese Instabilität klingt im Verlauf der Genesung wieder ab.
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